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Steckbrief:
Mein Weg zur Transplantationsbegleiterin Durch meine Tätigkeit als Spielkreisleiterin in unserer Kirchengemeinde kann ich Fortbildungsangebote von der ev. Erwachsenenbildung nutzen. Im August 2007 flog mir ein Flyer ins Haus. Darauf stand: „Qualifizierungskurs zum/zur Transplantationsbegleiter/in“. Der Titel sprach mich sofort an, und mein Bauchgefühl sagte mir, dass dies genau das richtige für mich ist, damit kann ich mich identifizieren. Die Inhalte, wie:
schienen mir erlernbar. Der Kurs sollte ein halbes Jahr dauern, die Kosten waren für mich tragbar. Schnell stand für mich fest, dass ich zukünftig einmal wöchentlich einen Babysitter für meine Kinder brauche. Bei den ersten Vorbereitungstreffen mit anderen Interessierten lernte ich viele sehr nette, sehr individuelle Menschen kennen – und wir hatten fast alle etwas gemeinsam: Die persönliche, familiäre oder berufliche Betroffenheit mit dem Thema Transplantation. Ich fühlte mich wohl in dieser Runde und bei der Kursleitung in guten Händen. Mein eigener Bezug zur Transplantation: Mein/unser erst geborener Sohn hat Mukoviszidose. Im Alter von 9 Jahren ist die Diagnose erst gestellt worden – heute ist er schon 18 Jahre alt. Die neue Lebenssituation war ein gewaltiger Einschnitt in unser Leben, Denken, Fühlen und Handeln.Ich lernte in den Jahren im Krankenhaus und in Reha-Kliniken viele Menschen kennen, die einsam, hilflos, mutlos, hoffnungslos, erschöpft, ziellos und traurig waren. Immer schon fühlte ich mich „berufen“ anderen Mut zuzusprechen, zuzuhören, zu helfen, Trost zu spenden, Vermittler zu sein und auch mal pragmatisch oder organisatorisch zu helfen. In den fast 8 Monaten, fast 100 Stunden, die wir gemeinsam die Ausbildung machten und lernten, führten wir viele offene Gespräche, lachten und weinten miteinander, lernten unsere Rolle als Transplantationsbegleiter. Es war eine lehrreiche Reise. Im Mai 2008 haben alle den Kurs „erfolgreich“ abgeschlossen und dürfen uns nun Transplantationsbegleiter nennen. Ich freue mich, Patienten und ihren Angehörigen helfen zu können, die in ihrer vielleicht schwierigsten Phase ihres Lebens sind, während der Wartezeit auf ein Spenderorgan oder nach einer Transplantation, auf dem Weg in ein „anderes“ Leben. Ich beschäftige mich übrigens unheimlich gerne mit Kindern, egal ob Baby oder Teenager, weil ich mich gut in sie hinein fühlen kann. Für mich sind Kinder und ihre Familien immer wieder besonders hilfebedürftig. Frauke Schneider |
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